Home : Die Therapiefelder : Stoerungen der Sprache
  Zurück

 
 
  :: Stoerungen der Sprache

Vor Abschluss der Sprachentwicklung

1. Wortschatzdefizit:
Der Wortschatzumfang des Kindes ist zu klein, das heißt, es kann viele Dinge noch nicht altersgemäß benennen. Dem Kind fehlen zur Kommunikation notwendige Wörter wie Nomen (z.B. Hund, Auto), Verben (z.B. laufen, essen) oder Adjektive/Adverbien (z.B. groß, schön). Kinder mit einem eingeschränkten aktiven Wortschatz verwenden oft hinweisende Ausdrücke, z.B. "Ding" oder "Dingsda" oder unspezifische Wörter wie "machen" oder "so".   
2.Wortfindungsstörung:
Wortfindungsstörungen können sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen auftreten. Die Betroffenen zeigen Störungen im Wortabruf, das heißt ihnen fallen häufig Begriffe nicht ein, die ihnen jedoch bekannt und im passiven Wortschatz gespeichert sind.         
3.Dysgrammatismus:
Kinder mit einem Dysgrammatismus haben Schwierigkeiten beim Erwerb und Gebrauch der Grammatik, also bei der Wort - und Satzbildung.

Beispiele:

+ Ich will das Ball haben.
+ Susi aufs Klo muss.
+ Papa ist weggegangt.
+ die Igels

 

Bis zum Alter von 4 1/2 Jahren sind die wichtigstengrammatikalischen Regeln erworben.            

4.Phonologische Störungen:
Nicht das Bilden des Lautes ist schwierig, sondern der Einsatz in seiner bedeutungstragenden Funktion. Kinder mit phonologischen Störungen sind unsicher, wo der Laut beim Sprechen hingehört. Daher kommt es zu inkonstantem, inkonsequentem Einsatz der Laute, das heißt, das Kind macht nicht immer Fehler und auch nicht immer die Gleichen.
 
5.Störungen des auditiven Gedächtnisses:
Kinder mit eingeschränkter auditiver Merkspanne können sich für ihr Alter nicht ausreichend viele Zahlen, Silben, Wörter oder Sätze merken.
            
6.Sprachverständnisstörung:
Das Gehör des Kindes ist intakt, aber die Bedeutung von Wörtern und Sätzen wird nicht verstanden.
Die Kinder orientieren sich daher mehr an der Mimik und Gestik des Gegenübers sowie am Situationszusammenhang. Aufgrund des eingeschränkten Sprachverständnisses kann es im Alltag häufig zu Missverständnissen kommen. Die Kinder verstehen zum Beispiel kleine
Aufträge nicht oder können beim Vorlesen nichts oder nur wenig nacherzählen, weil sie den Inhalt der Geschichte nur bruchstückhaft verstanden haben.

Nach Abschluss der Sprachentwicklung

1.Aphasien:
Aphasie bedeutet Störung der Sprache nach abgeschlossener Sprachentwicklung. Diese entsteht durch eine Schädigung im Bereich des Sprachzentrums. (in der Regel im linken Teil des Gehirns)
Ursachen hierfür können ein Schlaganfall, eine Hirnblutung, unfallbedingte Hirnverletzungen, Hirntumore, entzündliche Erkrankungen des Gehirns und auch Hirnabbauprozesse sein.
Eine Aphasie betrifft immer alle sprachlichen Modalitäten, nur in unterschiedlicher Ausprägung.
Sprachliche Modalitäten sind:
Sprechen, Sprache verstehen, Schreiben, Lesen
Auswirkungen der Aphasie finden sich auf unterschiedlichen Ebenen:
dem Lautgebrauch, der Wortbedeutung, des Satzbaues

Copyright © 2007 by netzbetrieb.de. All rights reserved.
Impressum | AGBs | Kontakt