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Störungen des Redeflusses

1. Stottern
Stottern kann sich in Form von unfreiwilligen Wiederholungen von Lauten,Silben ( "Bababanane"), Wörtern oder Satzteilen sowie als Dehnungen ("Ssssofa") oder Blockierungen (stummes Verharren vor oder in einem Wort, wobei Zeichen von Anstrengung sichtbar oder hörbar sein können )von Lauten äußern.
Diese Symptome werden Kernsymptome genannt, da sie das eigentliche Stottern darstellen. Wenn der Stotternde versucht, die Stottersymptome durch Ankämpfverhalten zu überwinden, kann es zu sogenannten Begleitsymptomen kommen. Diese sind erlernt:  z.B.:
  1. Sprechangst
  2. Vermeidungsverhalten (z.B. Satzabbrüche)
  3. Körpermitbewegungen (z.B. des Kiefers)
  4. Einschieben von Füllwörtern ( ja; äh; halt; also)

Typisch im Verlauf des Stotterns ist der Wechsel von symptomarmen Phasen mit Episoden stärkerer Symptomatik. Zudem typisch ist, dass das Stottern in unterschiedlichen Situationen und bei verschiedenen Personen unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann.

2. Poltern
Beim Poltern ist die Verständlichkeit des Gesprochenen durch phasenweise überhöhte Sprechgeschwindigkeit mit Auslassungen und Verschmelzungen von Lauten, Silben oder Wörtern ("zum Beispiel" - "Zeispiel") beeinträchtigt. Es treten viele Satzabbrüche, Umformulierungen und Floskeln auf, so dass trotz des vielen Sprachflusses nur wenig Information transportiert wird.
Bei bewusst verlangsamtem Sprechen reduziert sich die Symptomatik häufig.   
Der Betroffene kann sein Sprechen jedoch nicht langfristig kontrollieren.
Polterer haben oft keinen Leidensdruck, weil ihnen die Störung häufig nicht oder nur in Ansätzen bewusst ist.

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