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Störungen des Sprechens

1. Dyslalie (Artikulationsstörung)
Eine Dyslalie ist eine Störung des Lauterwerbs und Lautgebrauchs. Dabei können einzelne Laute oder Lautverbindungen nicht korrekt ausgesprochen werden (z.B. Lispeln). Gleichzeitig kommt es häufig zu Störungen der Mundmotorik.   

2. Dysarthrie oder Dysarthrophonie
Dysarthrie heißt wortwörtlich übersetzt "Artikulationsstörung" und ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von Sprechstörungen, die durch Schädigung des zentralen oder/und peripheren Nervensystems verursacht sind. Also: nach Schlaganfall oder Hirnblutung, bei Parkinson, Multipler Sklerose...
Als Folge davon wird die Aussprache oft insgesamt undeutlich, da vor allem die Beweglichkeit von Zunge, Lippen und Gaumensegel eingeschränkt ist. Zudem kann es aber auch zu stimmlichen Veränderungen oder einer auffälligen Atmung kommen.

3. Sprechapraxie
Bei Patienten mit einer Sprechapraxie liegt das Problem in der sogenannten Sprechplanung, die nicht durch eine Funktionseinschränkung der am Sprechen beteiligten Organe zu erklären ist. Das heißt, die einzelnen Artikulationsbewegungen können nicht ausreichend kontrolliert erfolgen, obwohl die dafür notwendige Muskulatur nicht eingeschränkt ist.
Beispiel: Ein Patient kann bei einem Ausdruck des Ekels "ihh" artikulieren, aber auf Aufforderung ein /i/ zu sprechen, dies trotz großen Bemühens nicht tun. Charakteristisch dabei ist, dass bei mundmotorischen Bewegungen und bei der Lautbildung Suchbewegungen der Zunge zu beobachten sind.

 

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